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IMPRESSIONEN

Die Liste der ArchitekTEN:

Josef Frank

Richard Bauer
Karl A. Bieber
Otto Breuer
Anton Brenner
Josef F. Dex
Max Fellerer
Helmut Wagner Freynsheim
Hugo Gorge
Jacques Groag
Arthur Grünberger
Gabriel Guévrékian
Oswald Haerdtl
Hugo Häring
Josef Hoffmann
Clemens Holzmeister
Julius Jirasek
Ernst Lichtblau
Adolf Loos
Walter Loos
André Lurçat
Richard Neutra
Otto Niedermoser
Ernst A. Plischke
Gerrit T. Rietveld
Margarete Schütte Lihotzky
Walter Sobotka
Oskar Strnad
Hans Adolf Vetter
Eugen Wachberger
Josef Wenzel
Oskar Wlach


VOM NOTPROJEKT ZUM ARBEITSBESCHAFFUNGSPROGRAMM.
Tausende hungernde und frierende
Menschen begannen nach dem ersten Weltkrieg, sich an den Stadträndern Wiens nieder zu lassen.
Ohne Rücksicht darauf, wem der Boden gehörte, begannen sie ihre primitiven Häuser zu bauen. Aus dieser
Bewegung des wilden Siedelns enstand unter sozialdemokratischer Führung eine leistungsfähige
Organisation.
Josef Frank, Adolf Loos, Margarethe Schütte-Lihotzky und andere Mitglieder des 1912
gegründeten Österreichischen Werkbundes arbeiteten gemeinsam mit Baumeistern und Maurern an
diesen Projekten.
Es wurden Genossenschaften wie die GESIBA und der ÖVSK (Österreichischer Verband für Siedlungs-
und Kleingartenwesen) gegründet. In dieser Zeit entstanden kostengünstige Siedlungen wie
Rosenhügel, Hoffingergasse, Heuberg, Hermeswiese, Friedensstadt, Glanzing, Künstlersiedlung, Eden
und viele mehr. Zu diesen Siedlungshäusern gehörten nicht nur kleine Gärten, sondern auch Ställe für Kleinvieh.
Jakob Reumann wurde zum erstern sozialdemokratischen Bürgermeister der ersten Republik
Österreich gewählt. Er förderte wie kein anderer Wiener Bürgermeister die Siedlerbewegung mit folgenden Taten:

• Einer Novellierung der Wiener Bauordnung. Damit wurde der Bau von Siedlungen erleichtert.
• Im Mai 1921 wurde das Siedlungsamt gegründet.
• Es wurden 1215 Hektar zu Siedlungsgebiet und 770 Hektar zu Kleingartengebiet erklärt.
• In einem Gemeinderatsbeschluss von 1923 wurde bestimmt, dass jährlich
• 5000 Wohnungen im Siedlungs- oder Wohnbau errichtet werden.

Im September 1923 gab es mit der insgesamt 5. Freiluftausstellung den Höhepunkt dieser Bewegung.
Inzwischen siebzigjährig, trat Reumann zu Neuwahlen nicht mehr an. Die Siedlerbewegung hatte ihren
Schirmherren verloren. Das Siedlungsamt wurde 1931 aufgelassen.
Damit ging eine wichtige Epoche des Wiener Städtebaues zu Ende.


 

 
Werkbundsiedlung Wien 1932 wurde mit dem at-award 2004 in Gold in der Kategorie Kunst und Kultur ausgezeichnet.